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Elf Tage nach
dem Fährunglück auf den Philippinen haben die
Behörden die Bergung der Leichen eingestellt und das
Heben des Wracks angeordnet. Die Einsatzkräfte seien
abgezogen worden, weil nun das Wrack an die Oberfläche
geholt werden solle, sagte Verkehrs-Staatssekretärin
Elena Bautista in San Fernando. Ein maßgeblicher
Faktor für diese Entscheidung sei "die potenzielle
Gefahr für das Meeresleben", die von den
Chemikalien an Bord der Fähre ausgehe.
Tests hatten zwar keinen Hinweis darauf ergeben, dass das
Gift Endosulfan bereits ins Wasser ausgetreten ist. Die
Sorge wuchs jedoch, dass die Container an Bord des Schiffes
im Laufe der Zeit verrotten und die Chemikalien dadurch in
die Umwelt austreten könnten.
Als symbolisches Zeichen für das Einstellen der
Bergungsarbeiten wurden in einer Zeremonie rosa, gelbe und
weiße Blumen von einem Militärhubschrauber aus an
der Unglücksstelle abgeworfen. Die Fähre
"Princess of the Seas" war am 21. Juni während
eines Taifuns vor der Insel Sibuyan gesunken. Nur 57 der 850
Insassen überlebten das Unglück, bislang wurden
161 Leichen geborgen. Die restlichen Opfer werden noch in
dem Wrack vermutet. Die Bergung musste am vergangenen
Freitag unterbrochen werden, nachdem bekannt geworden war,
dass die Fähre heimlich zehn Tonnen des hochgiftigen
Pestizids Endosulfan geladen hatte.
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