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 metaspinner-Nachrichten: WELT
      Erstellt: 02.07.2008 09:15
 Home - News - WELT

 Leichenbergung an Unglücksfähre auf Philippinen eingestellt
  Wrack soll wegen gefährlicher Ladung gehoben werden

Elf Tage nach dem Fährunglück auf den Philippinen haben die Behörden die Bergung der Leichen eingestellt und das Heben des Wracks angeordnet. Die Einsatzkräfte seien abgezogen worden, weil nun das Wrack an die Oberfläche geholt werden solle, sagte Verkehrs-Staatssekretärin Elena Bautista in San Fernando. Ein maßgeblicher Faktor für diese Entscheidung sei "die potenzielle Gefahr für das Meeresleben", die von den Chemikalien an Bord der Fähre ausgehe.

Tests hatten zwar keinen Hinweis darauf ergeben, dass das Gift Endosulfan bereits ins Wasser ausgetreten ist. Die Sorge wuchs jedoch, dass die Container an Bord des Schiffes im Laufe der Zeit verrotten und die Chemikalien dadurch in die Umwelt austreten könnten.

Als symbolisches Zeichen für das Einstellen der Bergungsarbeiten wurden in einer Zeremonie rosa, gelbe und weiße Blumen von einem Militärhubschrauber aus an der Unglücksstelle abgeworfen. Die Fähre "Princess of the Seas" war am 21. Juni während eines Taifuns vor der Insel Sibuyan gesunken. Nur 57 der 850 Insassen überlebten das Unglück, bislang wurden 161 Leichen geborgen. Die restlichen Opfer werden noch in dem Wrack vermutet. Die Bergung musste am vergangenen Freitag unterbrochen werden, nachdem bekannt geworden war, dass die Fähre heimlich zehn Tonnen des hochgiftigen Pestizids Endosulfan geladen hatte.


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  • © Copyright AFP Agence France-Presse GmbH
     



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