Die türkische Armee will bei ihrer Offensive gegen die kurdische Guerilla-Gruppe PKK im Südosten des Landes auch die Grenze zum Nachbarland Irak überschreiten, wenn sie es für nötig hält. Die Armee hatte vergangene Woche mit einer Offensive gegen die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in Südostanatolien begonnen. Nach Presseberichten wurden seitdem mehr als 30 Menschen getötet. Allein bei einem Gefecht in Sirnak starben am Sonntag offiziellen Angaben zufolge drei PKK-Kämpfer und ein Soldat.
Wenn die Bedingungen für eine solche grenzüberschreitende Militäraktion gegeben seien, werde die Türkei von ihrem Recht Gebrauch machen, sagte Generalstabschef Hilmi Özkök, wie türkische Zeitungen berichteten. Mit Blick auf mögliche Militäraktionen gegen die PKK in Irak verwies Özkök auf das in der UN-Charta verbriefte Recht auf Selbstverteidigung.
Die PKK verfügt im Norden Iraks über Stützpunkte. Die türkische Armee war schon in den 90er Jahren mehrmals nach Irak eingedrungen, um dort gegen die PKK vorzugehen.
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