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Auch der zweite weltweite Zusammenschluss im Markt für mobile Straßennavigation hat von der EU-Kommission grünes Licht bekommen. Der finnische Handy-Weltmarktführer Nokia darf nach einer Entscheidung der Brüsseler Behörde vom Mittwoch den US-Anbieter für Navigationskarten Navteq übernehmen. Navteq gehört mit der niederländischen TeleAtlas zu den einzigen Anbietern weltweit, die Daten für die Straßennavigation via Satellit sowohl für Nordamerika als auch für ganz Europa anbieten. Mitte Mai hatte die Kommission bereits die Übernahme von TeleAtlas durch den niederländischen Navigationsgerätehersteller TomTom genehmigt.
Ungeachtet der großen Marktanteile von Nokia und Navteq werde die Übernahme nicht zu einer Beschränkung des Wettbewerbs führen, erklärte die Kommission. So sei nicht davon auszugehen, dass Navteq nach der Übernahme durch Nokia den Zugang zu seinem Kartenmaterial zu Lasten von Wettbewerbern beschränken werde. Grund dafür sei, dass dadurch entstehende Umsatzverluste nicht durch höhere Umsätze von Handys mit Navigationssystenen aufgewogen werden dürften. Konkurrenten von Nokia dürften damit auch künftig in der Lage sein, ebenfalls solche Geräte anzubieten. Mit ähnlicher Begründung hatte die Kommission bereits die Übernahme von TeleAtlas durch TomTom begründet.
Nokia will im Geschäft mit der mobilen Navigation expandieren und hatte im vergangenen Oktober umgerechnet 5,1 Milliarden Euro für das Unternehmen aus Chicago geboten. Nach der Genehmigung aus Brüssel will Nokia die Übernahme bis Anfang kommender Woche abschließen, wie das Unternehmen in Helsinki mitteilte.
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