Nach Einschätzung des Präsidenten der Deutschen Rentenversicherung, Herbert Rische, wird eine Rentenbeitragserhöhung von 2007 an unvermeidbar sein. Rische sagte im Deutschlandradio, dass wegen geringerer Einnahmen und höherer Ausgaben mindestens der in den Koalitionsvereinbarungen vorgesehene Beitragssatz von 19,9 Prozent notwendig sei. Sollte der Bundeszuschuss gedeckelt werden, drohe sogar ein noch höherer Beitragssatz.
Die Höhe der Renten sei dagegen nicht vom Bundeszuschuss, sondern von der Entwicklung der Löhne abhängig. "Wenn sich die Löhne auch nur moderat fortschreiben, dann wird es zu keinen Rentenkürzungen kommen", erklärte Rische.
Rische forderte die Einbeziehung von Selbstständigen in die gesetzliche Rentenversicherung. Die Sozialversicherungssysteme müssten sich für die Zukunft auf veränderte Arbeitsbiografien mit mehrfachen Wechseln zwischen Festanstellungen und Selbstständigkeit einstellen. Die Einbeziehung der Selbstständigen in die gesetzliche Rentenversicherung sei ein Schritt in diese Richtung. Rische betonte, dass dieser Schritt bereits von fast allen europäischen Ländern gemacht worden sei.
Zurückhaltend zeigte er sich gegenüber einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit bis zum 67. Lebensjahr. Abzuwarten seien die Rahmenbedingungen für die Beschäftigung älterer Menschen und die Entwicklung des Arbeitsmarktes.
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